Genauigkeit und Leistung optimieren
Passe die Analyseeinstellungen an, wenn Erkennungen verpasst werden, wenn die Regel auf Ziele reagiert, die nicht vorhanden sind, oder wenn der Controller langsam ist.
| Symptom | Lösung |
|---|---|
| Reagiert auf Ziele, die nicht vorhanden sind | Erhöhe die Konfidenz oder den Schwellenwert. |
| Verpasst vorhandene Ziele | Verringere die Konfidenz oder den Schwellenwert. |
| Alles ist langsam | Verringere zuerst die Erkennungs-FPS und stelle dann einen schnelleren Modus ein. |
Drei Leistungseinstellungen: Modus, Erkennungs-FPS, GPU-Beschleunigung
Analysen teilen sich die Rechenleistung des Controllers. Drei Einstellungen wirken sich auf die Leistung aus.
| Einstellung | Empfehlung |
|---|---|
| Modus | „Schnell“ wird für einen Raspberry Pi empfohlen, „Genau“ für einen PC oder Jetson. |
| Erkennungs-FPS | Wie oft die KI pro Sekunde ein Bild analysiert. Der Standardwert ist 5, bei der Anomalieerkennung 1. |
| GPU-Beschleunigung | Verfügbar für Objekterkennung, Gesichtserkennung und OCR. Auf integrierten oder älteren GPUs kann sie langsamer sein als die CPU. Prüfe daher die Leistung. |
Welche Modi verfügbar sind, hängt von der Analyse ab. Objekterkennung, Gesichtserkennung und Branderkennung bieten „Schnell“, „Ausgewogen“ und „Genau“. Kennzeichenerkennung und Eigene Anomalieerkennung bieten „Schnell“ und „Genau“.
QR/Barcode, OCR und Eigene Klassifizierung verwenden ein einziges Modell und haben kein Feld „Modus“. Die Branderkennung zeigt alle drei Werte an, verwendet aber ein einziges Modell. Das Ergebnis ist daher unabhängig von der Auswahl gleich.
Die Anzeige zwischen zwei Analysen wird interpoliert, daher wirkt sie auch bei niedrigen Erkennungs-FPS nicht ruckelig. Ein genaues Modell, das fünfmal pro Sekunde läuft, liefert in der Regel bessere Ergebnisse als ein schnelles Modell mit dreißig Durchläufen pro Sekunde, und das bei geringerem Aufwand.
Erkennungszonen: nur einen Teil des Bildes zählen
Objektbedingungen erfassen standardmäßig das gesamte Bild. Zeichne im Bereich der Bedingung eine Erkennungszone als Rechteck oder Polygon. Dann werden nur Erkennungen innerhalb dieser Zone gezählt.
Ein erkanntes Objekt wird als Rahmen erfasst. Was „innerhalb“ bedeutet, bestimmt deshalb der Auslösepunkt der Zone.
| Kriterium | Einsatzbereich |
|---|---|
| Unten Mitte (Bodenpunkt) | Personen und Fahrzeuge auf dem Boden. Zeichne die Zone auf den Boden. Dies ist der Standard und passt in den meisten Fällen. |
| Rahmenmitte | Deckenkameras oder Ziele, die den Boden nicht berühren. |
| Überlappungsanteil | Das Betreten wird gezählt, sobald der Rahmen die Zone zu einem festgelegten Prozentsatz überlappt. |
Bei einem Überlappungsanteil von 100 Prozent muss der gesamte Rahmen innerhalb der Zone liegen. Sehr niedrige Werte von 1 bis 5 Prozent lösen schon bei einem ausgestreckten Arm oder einem entfernten Objekt aus, das die Zone teilweise überlappt. Das ist selten beabsichtigt.